Für uns ist der Kindergarten ein Ort, an dem Kinder und Erwachsene gemeinsam leben und (voneinander) lernen.


Leben wie in der Großfamilie
Unsere Arbeit orientiert sich an dem, was eine engagierte Familie Kindern bieten kann – Geborgenheit, Anerkennung, Förderung, soziale Kompetenz und altersübergreifendes Zusammenleben.
Wir wollen den Kindern keine Übungswelten schaffen, sondern sie sollen an allen Bereichen des täglichen Lebens teilhaben können.
Dazu sind beispielsweise Küchen- und Gartenarbeit gut geeignet.

So könnte ein Tag bei uns im Kindergarten ablaufen:
ab 6:30 Uhr | Ankommen |
ca. 8:00 Uhr | Morgenkreis |
ca. 8:30 Uhr | Frühstück |
ca. 9:00 – 11:30 Uhr | Freies Spielen parallel dazu Musik- und Bildungsangebote in Kleingruppen Haus- und Gartenarbeit |
11:30 Uhr | Mittagessen |
bis 14:30 Uhr | Mittagsruhe |
ca. 15:00 Uhr | Kaffeetrinken |
danach | freies Spiel / Bewegungsangebote / individuelle Bildungsangebote |

Bildung von Anfang an
Wir wollen Bildung, nicht Leistung
von Anfang an.
Bei täglichen Lern- und Bildungsangeboten arbeiten wir in Kleingruppen, deren Zusammensetzung sich am Alter der Kinder oder an Interessen und Fähigkeiten orientiert.
Für uns ist es wichtig, Angebote bereit zu stellen, die die Vielfalt des Wissens zeigen, die Fragen der Kinder beantworten und ihnen ermöglichen, selbständig und auf ihre eigene Art und in ihrem Tempo Antworten zu finden.
Die Kinder leben und lernen im Alltag gemeinsam.

Die täglichen Bildungsangebote finden in altershomogenen Kleingruppen statt:
Erdkrümel (1 – 2 Jahre) |
Erdkinder (2- 3 Jahre) |
Wasserkinder (3- 4 Jahre) |
Luftkinder (4- 5 Jahre) |
Feuerkinder (5- 6 Jahre) |
Unsere Pädagog*innen haben ihr jeweiliges Spezialgebiet; so werden Musikangebote von unseren Musikpädagog*innen durchgeführt, Sport-, Kunst- oder naturwissenschaftliche Angebote von jeweils anderen Pädagog*innen. Bei unseren Erdkrümeln (unseren Kleinsten) werden die Angebote von festen Bezugspersonen übernommen.
Alle Angebote finden thematisch passend statt und sollen Bezug zueinander haben.
Außerdem gibt es viel Zeit zum Spielen, Forschen, Sammeln, Entdecken und Erfinden …


Musik
Der Kindergarten ist für uns ein Ort, an dem die Musik den Alltag durchzieht.
So wird der Tag in unserem Kindergarten durch viele Lieder und Musikstücke musikalisiert und strukturiert.
Die Musik ist mit allen anderen Bildungsbereichen der Kindergartenarbeit vernetzt. Sie ist immanenter Bestandteil des Lebens im Kindergarten.
Den Kindern stehen musikalische Situationen und Materialien zur Verfügung, die ihnen gezielt reichhaltige Erfahrungsmöglichkeiten bieten. Neben den geführten Angeboten der Musikpädagog*innen, haben die Kinder die Möglichkeit, das Gelernte im freien Spiel zu erproben, zu variieren und anzuwenden. Den Kindern stehen viele verschiedene Instrumente zur Verfügung, die sie kennenlernen, ausprobieren und erforschen können. Auch Zeit und ein großer Musikraum sind dafür vorhanden.
Unser Motioncomposer
Seit 2024 ergänzt ein Motioncomposer unser musikalisches Konzept. Dieser Computer verwandelt Bewegung in Musik. Selbst kleinste Regungen der Gestik oder Mimik reichen aus, um Klänge zu erzeugen und Bewegung hörbar zu machen. Er ermöglicht Ausdruck ohne Sprache, ermuntert zu Bewegung und stärkt die Gemeinschaft. Er ist auch eine große Bereicherung für die inklusive Arbeit mit Kindern.
Die langen Anstreungen und Mühen zur Beschaffung des Gerätes haben sich gelohnt.


Außerdem gibt es in unserem Kindergarten:
- Waldtage
- Spielzeugtage
- Elterntreffs
- Weiterbildung
- Feste, Feiern und Konzerte
Unser Kindergarten wurde 2010 als Bundesmodellprojekt für frühkindliche Bildung evaluiert.
Publikationen
Schmidt, Kitty
„Musik-Kultur leben“
Frühkindliche musikalische Bildung im KISUM-Musikkindergarten, Weimar, Tectum 2009
Schmidt, Kitty. Schmidt-Oberländer, Gero (Hrsg.)
„MusikKultur in der Kindheit“
Fachtexte zu einer interdiziplinären Tagung von Pädagogen der frühen Kindheit, Elementarpädagogen und Schulmusikern zur Evaluation des Bundesmodelprojektes „Musikkindergarten“, Weimar, Mai 2010, Tectum 2010
Schäfer, Gerd E.. Staege, Roswitha (Hrsg.)
„Frühkindliche Lernprozesse verstehen“
Phänomenologische und ethnografische Beiträge zur Bildungsforschung, Juventa 2010